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Konzentration bei Kindern

23.08.2019

Die psychologische Definition der «Konzentration» ist die bewusst herbeigeführte Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit. Diese wird von unzähligen Faktoren beeinflusst. Wie konzentrieren wir uns also besser?

Ist die Fähigkeit zur Konzentration beeinträchtigt u.a. mit der Folge erhöhter Ablenkbarkeit spricht man von Konzentrationsstörungen. Der bekannte Extremfall ist ADHS. Zwischen massiver Unaufmerksamkeit und totaler Konzentration gibt es aber ein breites Spektrum im ganz normalen Bereich.

Die Konzentrationsfähigkeit bei Kindern muss sich nach und nach entwickeln. Eltern wollen nur das Beste für Ihre Kinder und machen sich Gedanken, wie sie diese gut auf den «Ernst des Lebens» vorbereiten können. Ein Geheimrezept gibt es in dieser Beziehung nicht; Erziehung und vorgelebte Motivation spielen eine wesentliche Rolle.

Wird es dann ernst nach der Einschulung, kann es insbesondere problematisch werden, wenn die Konzentration in bestimmten, wichtigen Situationen (Unterricht, Prüfungen) nicht hergestellt werden kann. Es ist aber auch sehr viel schwerer, sich während Schulstunden zu konzentrieren, weil diese nicht immer spannend sind und stundenlanges Stillsitzen selten zu den Stärken von Kindern zählt.  Die Kunst der Konzentration ist somit: aufmerksam zu sein trotz mangelndes Interesses.

In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass Kinder genügend Bewegungsmöglichkeiten und andere (z.B. kreative, musische) Ausgleichmöglichkeiten zum Schulalltag haben, ohne unter Erfolgsdruck zu geraten. Überforderung und Reizüberflutung sind kontraproduktiv.

Auch auf ausreichend Schlaf und eine gute Schlafqualität (Hygiene, handyfreie Zone) ist zu achten.

Eines der wichtigsten Faktoren wie die Konzentration auf physischer Ebene beeinflusst werden kann, ist die Ernährung.
Bereits die Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft und Stillzeit ist wichtig für die Gehirnentwicklung des Kindes.
Dies wurde am Beispiel der Omega-3 Fettsäuren EPA und DHA eindrücklich nachgewiesen. In Untersuchungen bis zum 5. Lebensjahr war die Aufmerksamkeit der Kinder verbessert, wenn die Mutter Omega-3 Fettsäuren in der Schwangerschaft zu sich nahm. Auch für die Gehirnentwicklung des Kleinkindes bis zum Jugendlichen haben Omega-3 Fettsäuren nur Vorteile. Untersuchungen an Kindern (4-17 Jahre mit diagnostiziertem ADHS) zeigten, dass eine tägliche Zufuhr von 500 mg EPA eine signifikante Verbesserung von ADHS-Symptome bewirkt. Dies ist erwähnenswert, auch wenn ADHS ein diagnostizierter Extremfall von Konzentrationsmangel ist und als komplexe Krankheit in die Hände von Spezialisten gehört.  Zumindest unterstützend für den Gehirnstoffwechsel liefern die Omega-3 Fettsäuren wertvolle Dienste für ganz jung bis alt, ohne Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit Medikamenten (und nicht nur fürs Gehirn). Für mehr Informationen: LINK

Leider reicht einmal Fisch Essen pro Woche nicht aus, um den nötigen Omega-3 Spiegel zu erreichen., Daher ist die Zufuhr in Form eines geschmacksneutralen Nahrungsergänzungsmittels empfehlenswert.

Oxidativer Stress ist allgemein negativ für Denkprozesse.
Der Konsum von viel Gemüse, Früchten und Beeren unterstützt die Leistung des Gehirns, da sie als Radikalfänger (Anti-Oxidantien) wirken.
Der Anteil an Kohlenhydraten in der Nahrung ist dem individuellen Bedarf anzupassen, abhängig von der körperlichen Aktivität. Auch sind komplexe Zucker schnell verfügbaren vorzuziehen, wie sie z.B. in Energydrinks und Limonaden in hoher Konzentration vorkommen.

Mit einer gesunden Ernährung kann schon viel erreicht werden, um die Konzentration zu fördern. Wichtig zu beachten ist aber auch, dass das Frühstück eine der wichtigsten Mahlzeiten ist und man stets genug Zeit fürs Essen einplant.

Verschiedene Makro- und Mikronährstoffe sind erhältlich, welche die Konzentration zusätzlich positiv beeinflussen können wie z.B. Phosphatidylserin, Lecithin, Vitamin B-12, Pantothensäure, Vitamin D3 oder Grünteeextrakte. Da das Thema «Konzentration» jedoch Komplex ist, gehört eine adäquate Behandlung in die Hände von medizinischen Fachpersonen. Mangelerscheinungen, Resorptionsprobleme und Belastungen durch Schadstoffe sind diagnostisch abzuklären.

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Andrea Rytz, Medizin

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