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Vom Winterschlaf zum Frühlingserwachen

22.03.2020

Zugegeben, das mit dem Winterschlaf klappt ja bei uns Menschen nicht so ganz. Aber ob wir jetzt in der Frühlingszeit eher die Frühjahrsmüdigkeit oder das Frühlingserwachen erleben, das können wir etwas besser beeinflussen. Tipps & Gedanken dazu gibt’s hier.

Vom Winterschlaf zum Frühlingserwachen

Vermutlich beginnt die Geschichte schon im Winter, so wie das Aufwachen am Morgen auch vom Schlaf in der Nacht abhängt.

Falls sie sich im Winter den Alltag (halt ohne richtigen Winterschlaf, aber mit dennoch genügend Schlaf und Entspannung) erholsam einrichten konnten, haben sie natürlich eine gute Ausgangslage. Passend dazu besprachen wir ja in einer früheren Newsmeldung zum Thema Winter die schönen "Winter-ich-hab-dich-lieb"-Argumente, welche zu unserem Wohlbefinden beitragen können.

Wir können uns da immer wieder die Natur zum Vorbild nehmen, welche sich in dieser dunkleren Jahreszeit mehr zurückzieht, in sich ruht, sich von Vergangenem löst, Kräfte sammelt und sich auf das neue Leben und Wachsen im Frühling vorbereitet.

Frühjahrsputz, innen & aussen:

Auch in unserer Kultur haben wir ja die Tradition, dass wir die Energie des kommenden Frühlings und des Erwachens oft zur Reinigung und zum Sauber machen nutzen. Sei es im Haus, im Garten, im Kleiderschrank, auf dem Balkon oder eben auch bei uns selbst.
Ein Ausdruck dieser Kultur ist die traditionelle Fastenzeit vor Ostern. In der vollen Ausprägung dauert diese 40 Tage, ab dem Aschermittwoch bis zum Gründonnerstag. Bekannt ist dabei auch das Fastenbrechen mit der Gründonnerstagssuppe, teils auch "Grüne Neune / Neun-Kräuter-Suppe" genannt. Fasten in dem Zusammenhang bedeutet natürlich kein vollständiger Verzicht auf Nahrung, sondern eine Reduktion (z.B. kein Fleisch) der Speisen.

Heute können wir bei Interesse auf zahlreiche Angebote wie Gemüsesaft-Kuren u.ä. zugreifen, wenn wir unserem Körper eine Gelegenheit zur Reinigung geben wollen. Am besten lassen wir uns dabei von einer Fachperson beraten. Besonders wertvoll wird ein solcher Prozess, wenn auch der Geist und die Seele miteinbezogen werden.

Zieleingabe: "Frühlingserwachen", aber mit Zwischenhalt: "Frühjahrsmüdigkeit"…

Natürlich können wir auch bereits von einem etwaigen Fasten müde werden. Dies ist in einem gewissen Mass normal. Falls dies aber als Begleitsymptomatik zu stark wird, so kann uns eine Fachperson beraten, welche mit begleitende Massnahmen (Heilpflanzen, Kneipp, etc.) diese "Entgiftungsprozesse" unterstützen können.

Aber auch die ganzen Umstellungen in uns und in der Natur beanspruchen unseren Körper und machen ihn müde.

Um uns herum ändern sich die Temperatur und die Lichtverhältnisse. Auch ist das Wetter oft wechselhaft. Dies beansprucht unseren Körper.
Unser zirkadianer Rhythmus, der über das Licht unseren Tag/Nacht-Rhythmus mit der Aussenwelt abgleicht, muss angepasst werden. Damit muss auch unser Hormonsystem, welches viele Stoffwechselprozesse in unserem Körper (mit)steuert, laufend angepasst werden. Und wenn dieser Anpassungsprozess manchmal etwas schleppend läuft, und wir beispielsweise tagsüber das Melatonin noch etwas zu stark spüren, dann lohnt es sich, diesen Rhythmuswechsel aktiv im Alltagsverhalten zu unterstützen.

…und endlich erwacht der Frühling (und wir auch)!

Am besten unterstützen wir diese Rhythmus-Änderung, indem wir uns diesen Reizen gezielt aussetzen: Also Bewegung an der frischen Luft, in der Natur, um Licht und Temperatur auf uns wirken zu lassen. Die Düfte geniessen, das frische Grün betrachten und die Energie des Frühlings in uns aufzunehmen.
Damit unser Körper so richtig "merkt", dass der Frühling kommt…
Auch hier lohnt es sich, genügend zu trinken, damit unser Körper seine Aufgaben und Stoffwechselprozesse besser umsetzen kann. Beispielsweise auch erfrischende Tees und Säften (Smoothies) mit typischen Frühlingspflanzen.

Und da denken wir bei Bedarf natürlich auch an unterstützende Heilpflanzen:

  • Bärlauch, Allium ursinum
    Wesen: Expansionskraft, Dynamik, Macht, Einfachheit
    Bärlauch ist ein mächtiger "Blutreiniger" und regt die Ausscheidung über die Nieren an.
  • Löwenzahn, Taraxacum officinale
    Wesen: Wandlung, Anpassungsfähigkeit, Fluss der Lebensenergie, Wärme, Lebenskraft
    Anregung der Leberfunktion, Ausleitung und Entgiftung über die Leber.
  • Gundelrebe, Glechoma hederacea
    Wesen: Loslassen und Erneuerung, Gelassenheit, lebenserweckende Wärme
    zur Frühjahrskur, für den Stoffwechsel.
  • Brennnessel, Urtica dioica
    Wesen: Aggression, Wille, Selbstüberwindung, Blutreinigung; Eisen
    Ausleitung und Entgiftung über die Niere, bei Stoffwechselkrankheiten, Erschöpfungszuständen, Frühjahrsmüdigkeit.


Wer sich zum Thema Heilpflanzen weiter vertiefen will, der / dem können wir das Buch "Pflanzliche Urtinkturen" aus dem AT-Verlag empfehlen. Die Beschriebe oben zu den Heilpflanzen sind Auszüge aus diesem Buch.

Abschliessend lassen wir noch Theodor Fontane (Schriftsteller, aber auch Apotheker) zum Thema "Frühling" zu Wort kommen:

„O schüttle ab den schweren Traum
und die lange Winterruh;
es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag’s auch du!“


In dem Sinne wünschen wir euch eine wunderbare, aufgeweckte und entdeckungsfreudige Frühlingszeit!

Andrea Rytz, Medizin

An der Hotline schätze ich den direkten Kontakt zu unseren Kunden und gebe gerne Auskunft auf die vielfältigen Fragen zu unseren Produkten und deren Anwendung