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Wissen ebi-aktuell Dank beruflicher Integration wieder einen Platz in der Arbeitswelt finden

Dank beruflicher Integration wieder einen Platz in der Arbeitswelt finden

Für Menschen mit gesundheitlichen oder sozialen Beeinträchtigungen ist es oft schwierig einen Platz in der Arbeitswelt zu finden. Organisationen wie die GEWA oder die Band-Genossenschaft begleiten Menschen in solchen Situationen. Dabei sind sie auf Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber angewiesen, die bereit sind solche Menschen beim Einstieg oder Wiedereinstieg in die Arbeitswelt zu unterstützen. Der ebi-pharm ist soziales  Engagement ein wichtiges Anliegen, aus dem Grund engagiert sie sich schon seit längerer Zeit im Bereich der Arbeitsintegration.

Seit rund zehn Jahren finden Menschen mit einer Beeinträchtigung oder im Rahmen einer arbeitsmarktlichen Massnahme der Arbeitslosenversicherung bei der ebi-pharm im Bereich Logistik eine weiterführende Beschäftigung/ein Arbeitstraining und nach Möglichkeit die Chance, wieder einen Platz in der Arbeitswelt (im ersten Arbeitsmarkt) zu finden. In der Regel sind immer ein bis zwei Personen im Rahmen der Arbeitsintegration in der Logistikabteilung der ebi-pharm tätig. Vermittelt werden diese Mitarbeitenden durch Organisationen wie die Stiftung GEWA, die Band-Genossenschaft oder die Arbeitsintegration der Klinik Südhang. Es sind entweder Lehrlinge oder Praktikanten, die in der Regel rund drei Monate hier arbeiten.

Geduld, Feingefühl und Ehrlichkeit sind gefragt 

Arbeitsintegration kann manchmal eine Herausforderung sein. Sehr wichtig sind Geduld und das nötige Feingefühl, denn durch ihre Einschränkungen sind diese Menschen häufig etwas langsamer, einige sind auch nicht mehr an eine Tagesstruktur gewohnt und müssen dies zuerst einmal wieder lernen. «Man muss akzeptieren können, dass jemand auch einmal sehr kurzfristig ausfallen kann», sagt Philipp Binggeli. Da ist dann Flexibilität vom restlichen Team gefragt, um den Ausfall zu kompensieren und dennoch im Zeitplan zu bleiben. Zu den Herausforderungen gehören auch die Standortgespräche, hier ist absolute Ehrlichkeit gefragt oder wie Mario Saurer sagt: «Es ist wichtig, auch sagen zu können, es reicht halt noch nicht», denn es bringe dem Menschen nichts, wenn man ihm vorgaukle seine Arbeit sei gut gewesen, das aber nicht so sei. Er müsse eine ehrliche Einschätzung erhalten, damit er seine Chancen auf dem ungeschützten Arbeitsmarkt richtig einschätzen könne.

Wertschätzung und Dankbarkeit

Die Arbeitsintegration bringt auch viel Schönes mit sich, sei es zu sehen, wie jemand nach seinem Praktikumseinsatz eine Festanstellung auf dem Arbeitsmarkt findet oder wenn ehemalige Praktikantinnen und Praktikanten wieder einmal bei der ebi-pharm vorbeischauen. Da gibt es zum Beispiel den ehemaligen Praktikanten, der eine Anstellung als Hauswart gefunden hat und dann voller Begeisterung von seiner Tätigkeit erzählt oder ein anderer ehemaliger Praktikant und grosser Fribourg-Gottéron Fan, der gerne einmal wieder zum Fachsimpeln über Eishockey in die ebi-pharm kommt, da es im Logistikteam mit Rolf Schneiter und Roland Schneider zwei eingefleischte SCB-Fans hat. Bei solchen Gesprächen zündet man sich dann auch gerne etwas an und jeder ist natürlich überzeugt, dass seine Mannschaft eindeutig die Beste ist.

 

Autor/in:
Simone Walther Büel
Tags zum Bericht:
Unternehmenskommunikation

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