Drogistinnen und Drogisten stellen ihren Beruf an den SwissSkills vor
Zum ersten Mal nahmen an den Berufsmeisterschaften SwissSkills in Bern auch Drogistinnen und Drogisten teil. Zwölf Talente traten gegeneinander an und zeigten ihr Können im Labor, bei der Beratung oder beim Entwickeln von Hausspezialitäten. Rund 120`000 Menschen besuchten die SwissSkills 2025.
Text: Lisa Hey | Dieser Beitrag stammt von millefolia.ch, dem «Schweizer Infoportal für Komplementärmedizin»

Drogistin, ein Beruf, der Spass macht
Hochspannung am Stand der Drogerien bei den SwissSkills 2025: Die vier Finalistinnen und Finalisten der Berufsmeisterschaften müssen als letzte Aufgabe eine «Hausspezialität» entwickeln – so nennen Drogistinnen und Drogisten nach eigener Rezeptur hergestellte Arzneimittel oder Kosmetikprodukte.
«Die Vielseitigkeit meines Berufs macht mir am meisten Spass». Goldmedaillengewinnerin Andrea Zihlmann
Mit höchster Konzentration gehen die jungen Berufsleute ans Werk. Zuvor mussten sie Heilkräuter in Teemischungen identifizieren, im Labor Arzneizäpfchen herstellen und Beratungsgespräche führen – alles typische Aufgaben und Kompetenzen, die im Berufsalltag der Drogistinnen und Drogisten zählen.
«Die Vielseitigkeit meines Berufs macht mir am meisten Spass. Als Drogistin braucht man einerseits Fachwissen, aber auch Menschlichkeit», sagt Andrea Zihlmann. Die 19-Jährige entschied den Wettkampf für sich und gewann als erste Drogistin überhaupt die SwissSkills-Goldmedaille
Die Experten für Naturheilkunde und Komplementärmedizin
Herstellung einer Tee-Hausmischung in der Drogerie.
Wer den Kontakt zu anderen Menschen mag, ist richtig im Beruf der Drogistin oder des Drogisten. Sie beraten die Kundschaft tagtäglich zur Selbstmedikation und verfügen über ein umfassendes Wissen zu Gesundheit, Ernährung, Schönheit und Haushalt.
Drogistinnen und Drogisten sind die Fachexperten für Naturheilmittel wie Spagyrik, Homöopathie, Phytotherapie und weitere komplementärmedizinische Verfahren. Viele Geschäfte führen ein umfangreiches Sortiment an Hausmischungen, die sie selbst herstellen.
Die Grundausbildung für Drogistinnen und Drogisten dauert vier Jahre, nach erfolgreichem Lehrabschluss und einem Jahr Praxis kann die Höhere Fachschule für Drogistinnen und Drogisten in Neuenburg besucht werden – die Bedingung für die Geschäftsführung einer Drogerie.
Das bieten Drogerien heute
Moderne Drogerien sind weit mehr als nur Verkaufsstellen: Sie bieten Gesundheitsberatung, stellen individuelle Arzneimittel her, führen Gesundheitschecks durch und sind kompetente Ansprechpartner für Fragen rund um Naturheilkunde, Ernährung und Wohlbefinden. Viele Drogerien haben sich zu echten Gesundheitszentren entwickelt, die eine wichtige Rolle in der Grundversorgung spielen. Finden Sie eine Drogerie in Ihrer Nähe!
Verwandter Beruf: Fachfrau/Fachmann Apotheke
Ein verwandter Beruf ist Fachfrau oder Fachmann Apotheke EFZ. Im Unterschied zu den Drogistinnen und Drogisten verkaufen sie auch verschreibungspflichtige Medikamente und führen medizinische Versorgungen durch wie zum Beispiel Blutdruck- und Blutzuckermessungen oder Blutentnahmen. Auch sie beraten zu rezeptfreien Medikamenten und können sich auf Komplementärmedizin spezialisieren. Die Ausbildung in der Apotheke dauert drei Jahre.
Herstellung von Arzneimitteln live erleben
Wie Drogistinnen und Drogisten Arzneimittel herstellen, konnte man an den SwissSkills live beobachten. Die beiden Labors am Stand lockten viel Publikum an. Hinter den grossen Glasscheiben wogen die jungen Wettbewerb-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer im weissen Kittel und mit Haarschutz konzentriert Substanzen ab und liessen sich nicht vom Rummel ablenken. «Die Lautstärke in der Halle war gewöhnungsbedürftig, man muss wirklich mit dem Kopf bei der Sache sein», sagte Silja Blattner.
Doch die 20-Jährige aus dem Kanton Aargau meisterte die Aufgabe souverän. «In meinem Betrieb bieten wir viele Hausspezialitäten an, und ich bin mir diese Arbeit gewohnt.» Silja Blattner gewann für ihre Leistung die Silbermedaille und freute sich sehr: «Ein solcher Anlass ist eine tolle Erfahrung, ich habe viel über mich selbst gelernt und bin stolz darauf, meinen Beruf repräsentieren zu dürfen.»
Drogerien und Apotheken wissen, wie Komplementärmedizin bei verschiedensten Beschwerden hilft. Lesen Sie auch fogende Millefolia-Beiträge:
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Bilder: Manu Friederich – www.manu.ch / André Caradonna – SDV / zVg – Drogerie Käser & Vögeli / Manu Friederich – www.manu.ch
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