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Wissen ebi-aktuell Paketberge vor den Feiertagen

Paketberge vor den Feiertagen  

Wenn die Feiertage näher rücken, dann wird es auch in der Spedition und im Lager der ebi-pharm stressiger - es treffen mehr Bestellungen ein. Diese müssen gerüstet, verpackt und dann rechtzeitig der Post übergeben werden zum Versand. Wie schafft es unser gut eingespieltes Logistikteam die Paketberge zu bewältigen? Ich habe einen Augenschein vor Ort genommen.

Pakete in der Spedition von ebi-pharm

Es ist ein Mittwochvormittag Anfang Dezember als ich die Tür zum Lagerlograum der ebi-pharm öffne, um für zwei Stunden in die Welt unseres Logistikteams einzutauchen. Rechterhand sticht mir sofort der Drucker ins Auge, der fortlaufend Papier ausspuckt. Das sind die so genannten Rüstscheine, also die Bestellungen von unseren Kundinnen und Kunden, die im oberen Stock von unserem Kundendienst eingetippt wurden und nun hier unten darauf warten, kommissioniert, eingepackt und verschickt zu werden. Neben dem Drucker befindet sich der Lift, der ins Grosslager hinunterführt und gleich daneben stapeln sich gelbe, blaue und graue Plastikkisten in verschiedenen Grössen an der Wand und es stehen auch diverse kleine Wagen mit mehreren Ablageflächen her-um. Gerade direkt vor mir liegt der Drehpunkt der Spedition. Ein Computer und ein Tisch rundum eingerahmt von jeweils einem Metallgestell. Links dann die Pakettische und daneben ein Postwagen, auf dem sich grosse und kleine Pakete stapeln.

Von der gelben Kiste, die sich mit Produkten füllt

Soeben schnappt sich Speditionsmitarbeiter Roland Schneider einen frisch ausgedruckten Rüstschein, nimmt eine gelbe Plastikkiste, legt diese auf einen der Wagen mit Ablagefläche und macht sich daran, die Produkte im Speditionslager zusammen zu tragen. Das Speditionslager füllt den hinteren Teil des Raumes vollständig aus. Es besteht aus mehreren rund 25 Meter langen Gängen, die beidseitig von Gestellen eingefasst werden, auf denen sich Produkte und Werbematerial stapeln. Die Gänge sind vorne mit grossen schwarzen Buchstaben, welche auf einem gelben Schild angebracht sind, gekennzeichnet. Speditionsmitarbeiterin Jacqueline Peter erklärt mir, dass die Buchstaben ganz bewusst nicht dem Alphabet nach angeordnet sind, damit die Konzentration beim Rüsten bestehen bleibt, aus demselben Grund fehlen einige Buchstaben aus dem Alphabet sogar ganz, z.B. der «M».

Die gelbe Plastikkiste von Roland Schneider hat sich inzwischen gefüllt, er deponiert sie auf einem der Gestelle, die den Computer in der Mitte umrahmen. Dort ist Jacqueline Peter im Einsatz. Sie nimmt die gefüllte Kiste an sich und kontrolliert, ob alle Produkte drin sind, die auf dem Rüstschein aufgeführt sind. Es wird somit keine Bestellung verschickt, bevor sie nicht von vier Augen kontrolliert wurde. Wenn alles stimmt, wird die Bestellung abgescannt, die Speditionsmitarbeitenden sagen dazu «abgeschossen», dadurch wird eine Rechnung und eine Paketetikette generiert und aus-gedruckt. Diese legt Jacqueline Peter nun in die gelbe Kiste und gibt das Ganze an den Pakettisch zum Einpacken weiter.

Bruchsicheres Einpacken ist gefragt

Beim Einpackbereich hat es drei Tische und Gestelle auf denen Etiketten, Gummeli und Klebebandrollen parat liegen. Weiter steht ein Sack mit blaugefärbten Packchips, so genanntem Blue Fill, am Boden und hat es eine Maschine, mit der die Luftpolster zum Polstern der Pakete hergestellt werden. Die blauen Chips, die als Stopfmaterial für die Pakete genutzt werden, sind aus natürlichem Material, sie sind kompostierbar und man könnte sie sogar essen. Jacqueline Peter verrät mir dazu auch noch einen praktischen Tipp: «Chips einfach ins Lavabo geben, mit Wasser übergiessen und schwupps lösen sie sich vollständig auf und können einfach und umweltfreundlich entsorgt werden.»

Im Moment ist Enis Doli am Einpacken. Er nimmt die Plastikkiste mit den Produkten und schätzt zuerst einmal ein, wie gross die Verpackung dafür sein muss. Danach schaut er, ob es eine bereits einmal verwendete Kartonkiste gibt, die von der Grösse her passt, denn wenn immer möglich, wird das Verpackungsmaterial der Umwelt zuliebe mehrmals verwendet. Falls es nichts Passendes hat, nimmt er eine neue Kartonkiste in der passenden Grösse vom Materialgestell. Und jetzt geht’s los, Enis stopft das Paket zuerst rundum mit Luftpolster aus, bevor er sorgfältig die Produkte reinsetzt. Wenn die Produkte noch nicht ganz festsitzen, kommen noch einige blaue Chips dazu oder nochmals ein Luftpolster dazwischen. Am Schluss noch die Etikette aufs Paket geklebt und schon landet es auf den Paketwagen, auf dem der Paketberg immer grösser und grösser wird.

An normalen Tagen werden in der ebi-pharm rund 150 bis 200 Pakete verpackt. In der Zeit vor Weihnachten sind es hingegen schon einmal bis zu 400 Pakete und da sind dann am Pakettisch nicht nur zwei, sondern sechs fleissige Hände am Einpacken. Der stressigste Tag sei immer der Montag, sagt mir Philipp Binggeli, Leiter Lagerlogistik. Dies liegt daran, dass sich Bestellungen über das Wochenende angesammelt haben und natürlich am Montag noch neue dazukommen.

Von Grossbestellungen, Knochen und Ameisen

Zu den Bestellungen, die im Speditionslager gerüstet werden, kommen jede Woche noch die Grossbestellungen von den Grossisten hinzu. Diese werden direkt unten im Grosslager parat gestellt und dort auf Paletten geladen und mit Folie umwickelt, bevor sie vom jeweiligen Transportunternehmen der einzelnen Grossisten abgeholt werden. Im Grosslager ist im Moment Amel Muharemovic mit dem Rüsten der Grossbestellung von Galexis beschäftigt. Dazu holt er mit dem Lagerstapler – die Lagermitarbeitenden nennen dieses Gerät liebevoll Ameise - Paletten mit grossen Kartonschachteln von den Metallgestellen. Die Gestelle reichen bis unter die Decke des Grosslagers. Sobald Amel die richtige Anzahl Kartongebinde vom bestellten Produkt zusammen hat, scannt er das Ganze mit einem so genannten Mobilen Datenerfassungs-Gerät, kurz MDE-Gerät genannt, ab - auch dieses Gerät hat einen lustigen Übernamen, es wird «Knochen» genannt. Nun fährt Amel die mit Kartonschachteln vollbepackte Palette zur Stretchmaschine und macht diesen Teil der Bestellung transportfertig. Bis von der Grossbestellung für Galexis alles zusammengetragen ist, wird Amel noch viele weitere Paletten transportfertig machen, am Ende werden es 10 – 15 Paletten sein. Dazu kommen zum Schluss noch die Produkte, die vom Grossisten in kleineren Mengen bestellt wurden und die von den Mitarbeitenden im Speditionslager gerüstet werden. Amel erzählt mir, dass die Arbeit im Lager und der Spedition sehr abwechslungsreich ist, denn man weiss nie was alles reinkommt. Zudem wechseln sich die Mitarbeitenden bei den einzelnen Aufgaben immer wieder ab, also wer heute im Grosslager Grossistenbestellungen parat macht, ist am nächsten Tag zum Bei-spiel am Pakettisch in der Spedition tätig. So besteht nicht die Gefahr, dass es einem «liiret», wie es Amel Muharemovic ausdrückt.

Weihnachten kann kommen

Ich mache mich wieder auf den Weg vom Grosslager zurück ins Speditionslager, denn ich will wissen, wie weit der Paketberg inzwischen angewachsen ist. Und siehe da, der Wagen ist voll beladen und Roland Schneider gerade dabei ein weiteres Paket versandfertig zu machen. Mein Eintauchen in die Welt des Logistikteams geht zu Ende. Ich bin beeindruckt, wie die Logistikmitarbeitenden der ebi-pharm als eingespieltes Team zusammenarbeiten und es so auch in der stressigen Vorweihnachtszeit schaffen, die Paketberge zu bewältigen. Weihnachten kann also kommen! Zudem weiss ich jetzt, von was die Rede ist, wenn es wieder einmal um «Knochen», «Ameisen» und «abschiessen» geht.


Ihr Kontakt
Sharon Zwahlen
Verantwortliche Marketing Services & Kommunikation

Telefon: +41 76 553 18 32
szwahlen@ebi-pharm.ch | www.ebi-pharm.ch

ebi-pharm ag | Lindachstrasse 8c | CH-3038 Kirchlindach


Autor/in:
Simone Walther Büel
Tags zum Bericht:
Blog Unternehmenskommunikation

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